Informationen zur energieeffizienten Modernisierung für Eigentümer und Verwaltungen



Luftdichter Bauteilanschluss

Luftdichtheit

Um Wärmeverluste im Gebäude gering zu halten, ist es notwendig, die Gebäudehülle möglichst luftundurchlässig zu konstruieren. Dazu gehören sämtliche Fugen, Anschlüsse von Fenstern und Türen, am Dach sowie an den unterschiedlichen Bauteilen.

Vor allem im Dachbereich und bei den Fenstern werden aufgrund einer hohen Luftdichtheit Bauschäden durch Dampfkondensation und Kälte vermieden. Ein unerwünschter Luftaustausch bleibt erspart und somit verringern sich die Wärmeverluste. Unangenehme Zugerscheinungen durch undichte Bauteile bleiben fern.

Um aufzuzeigen, an welchen Stellen im Gebäude sich Luftundichtigkeiten befinden, eignet sich der sogenannte Blower-Door-Test. Er prüft und bestätigt die Luftdichtheit des Gebäudes oder zeigt eventuelle Lücken auf, die zu beheben sind.

Lüftungsanlagen

Durch den Einsatz einer Lüftungsanlage lässt sich, im Vergleich zur Fensterlüftung, die Wohnungslüftung komfortabler und energiesparender gestalten.
Eine Person benötigt im Durchschnitt mindestens 30 m³ Frischluft pro Stunde, um ein angenehmes Wohnklima zu gewährleisten. Eine Lüftungsanlage kann Frischluft gezielt dort zuführen, wo sie benötigt wird, und Abluft aus Küche, Bad, etc. absaugen. Trotz des Stromverbrauchs der Lüftungsventilatoren wird Energie gespart, da in der Heizperiode weniger warme Raumluft an die Umgebung verloren geht.

Die Einsparung an Heizenergie beträgt bei Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung ein Vielfaches des Strombedarfs. Hierbei wird die Abluft abgekühlt, bevor sie das Gebäude verlässt, und die neue Frischluft wird vorgewärmt. Gut geplante Anlagen können mehr als ¾ der in der Abluft enthaltenen Wärme wiederverwerten und somit erheblich zur Heizkosteneinsparung beitragen.

Ein weiterer Vorteil von Lüftungsanlagen ist die Filterung der Zuluft, wodurch z. B. der Anteil von allergenen Stoffen (Pollen, etc.) deutlich reduziert werden kann.